Handyverbot an Zürcher Schulen: Wo stehen wir?
Der Kantonsrat hat im August 2026 ein Postulat überwiesen. Bis der Regierungsrat berichtet, regelt jede Schule selbst.
Aktualisiert am 17.10.2026
Der Beschluss
Ende August 2026 hat der Zürcher Kantonsrat mit 92 zu 82 Stimmen ein Postulat von SVP und EDU überwiesen. Es verlangt verbindliche kantonale Richtlinien:
- Private Smartphones, Tablets und Notebooks auf dem Schulareal untersagt, vom Kindergarten bis Ende 9. Klasse.
- Ausnahmen: gesundheitliche Gründe und schulisch verwaltete Geräte, die für den Unterricht gebraucht werden.
Der Regierungsrat hat zwei Jahre Zeit für einen Bericht. Ein Verbot gilt heute also noch nicht.
Was das für unsere Schule heisst
Bis dahin liegt die Regelung bei der Schule. Genau dieser Spielraum lässt sich jetzt mit einer gemeinsamen Empfehlung von Schule und Eltern füllen: Wo bleiben Handys während des Unterrichts, was gilt in der Pause, wie wird ein Verstoss gehandhabt?
Was andere Länder machen
Australien hat seit Dezember 2025 ein Social-Media-Mindestalter von 16 Jahren. Die EU-Kommission hat im September 2026 den «Kids Act» vorgeschlagen: eigene Konten ab 15, unter 13 gar keine; beschlossen ist er noch nicht. In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Mindestalter. Der Bundesrat arbeitet an einem Gesetz für grosse Plattformen, ein Mindestalter ist darin bisher nicht vorgesehen, wird aber geprüft.