YouTube, Influencer und Werbung
Unboxing, Spielzeugtests, «mein Morgenritual»: Vieles, was Kinder schauen, ist Werbung. Sie erkennen das nur, wenn es ihnen jemand erklärt.
Aktualisiert am 18.10.2026
Warum das Kinder besonders trifft
Influencer wirken wie Freunde. Wenn sie ein Spielzeug, ein Getränk oder ein Game zeigen, wirkt das wie ein Tipp, nicht wie Werbung. Kinder unter etwa 10 Jahren können Werbung und Inhalt oft noch nicht unterscheiden.
In der Schweiz muss Werbung als solche erkennbar sein (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und Grundsätze der Lauterkeitskommission). Ein kleines «#ad» am Ende reicht aber oft, und kontrolliert wird kaum.
Was du einstellen kannst
- Bis 13: YouTube Kids oder YouTube mit Elternaufsicht im Google-Konto des Kindes. Eigene YouTube-Konten sind erst ab 13 erlaubt.
- Autoplay ausschalten, damit nicht das nächste Video entscheidet.
- Kein eigenes Konto mit Kanal für Primarschulkinder. Wer Videos hochlädt, bekommt Kommentare von Fremden.
Was du erklären kannst
- «Wer bezahlt dafür?» Gemeinsam bei einem Video die Werbung suchen: Wo wird ein Produkt gezeigt, wo steht «Anzeige» oder «bezahlte Partnerschaft», wo nicht?
- Influencer verdienen Geld mit Klicks. Darum sind Titel und Bilder so übertrieben.
- Schönheit und Reichtum sind inszeniert: Licht, Filter, gemietete Autos.
«Ich will YouTuber werden»
Ein häufiger Wunsch. Statt Nein: Videos zusammen drehen und schneiden, aber nur für die Familie. So lernt das Kind das Handwerk, ohne Kommentare von Fremden.