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Wo nur Gespräche helfen

Wetten und Glücksspiel online

Sportwetten, Online-Casinos und Wetten mit Game-Gegenständen sind erst ab 18. Die Werbung erreicht trotzdem viele Jugendliche, über Fussball, Influencer und Games.

Aktualisiert am 27.10.2026

Was Jugendlichen begegnet

  • Sportwetten: Werbung rund um Fussball, in Streams und bei Influencern. Man setzt auf Resultate, Tore oder Karten, oft live während des Spiels.
  • Wettbörsen: Seiten, auf denen man auf fast alles setzt, auf Wahlen, das Wetter oder Promis. Sie sehen aus wie eine Börse, funktionieren aber wie eine Wette.
  • Online-Casinos: Spielautomaten und Roulette auf dem Handy, beworben mit «Bonus» oder Gratis-Drehungen.
  • Wetten mit Skins: Skins sind Gegenstände aus Games, zum Beispiel Waffen-Designs in Counter-Strike. Auf manchen Seiten verwettet man sie, öffnet Kisten («Case Opening») oder dreht an Glücksrädern. Viele dieser Seiten prüfen das Alter nicht.
  • Lootboxen sind oft der Einstieg. Mehr dazu unter Geld in Games.

Was in der Schweiz gilt

  • Unter 18 verboten: Casinospiele und alle Geldspiele im Internet, auch Sportwetten und Lotto online (Geldspielgesetz).
  • Werbung für Geldspiele darf sich nicht an Minderjährige richten.
  • Erlaubt sind nur Anbieter mit Schweizer Bewilligung. Ausländische Seiten ohne Bewilligung werden gesperrt. Wer eine Seite nur über VPN erreicht oder mit Krypto bezahlen soll, ist sehr wahrscheinlich bei einem Anbieter ohne Bewilligung. Dort gibt es keinen Jugendschutz und keine Hilfe, wenn das Geld weg ist.

Warnzeichen

  • Das Sackgeld ist sofort weg, dein Kind leiht sich Geld oder verkauft Sachen.
  • Unerklärliche Abbuchungen, gekaufte Geschenk- oder Prepaidkarten.
  • Grosse Stimmungsschwankungen je nach Resultat, auffällig viel Interesse an Quoten.
  • Heimlichkeit und Ausreden rund ums Handy.

Was du tun kannst

  • Reden, bevor es passiert: «Wer verdient an Sportwetten?» Der Anbieter, immer. Wie am Jahrmarkt.
  • Werbung gemeinsam anschauen: Was wird versprochen? Was steht klein darunter?
  • Zahlungen absichern: keine Kreditkarte im Kinderkonto, Kaufanfrage aktiv. Die Schritte stehen in der Checkliste.
  • Ruhig bleiben, wenn Geld verspielt ist: gemeinsam anschauen, was passiert ist, nicht beschämen, Hilfe holen.

Wer hilft

WofürWerKontakt
Spielsucht, auch für Angehörige, gratis, anonym, rund um die UhrSOS Spielsucht (18 Kantone)0800 040 080, sos-spielsucht.ch mit Selbsttest
Online-Beratung zu SuchtSafe Zonesafezone.ch
Kinder und Jugendliche, anonymPro Juventute147
Seiten ohne Bewilligung meldenESBK (Casinospiele), Gespa (Sportwetten, Lotterien)esbk.admin.ch, gespa.ch

Ehrlich gesagt

Wer einmal mit Kollegen auf ein Spiel wettet, ist nicht süchtig. Aber für Fussballfans fühlen sich Sportwetten nicht wie Glücksspiel an, sondern wie Fachwissen. Genau darauf zielt die Werbung.