Zahlen aus der Schweiz
Wie viele Kinder haben ein Handy, wie oft werden Jugendliche online belästigt? Belegte Zahlen aus Schweizer Studien und der Kriminalstatistik, je mit Quelle.
Aktualisiert am 22.10.2026
Warum Zahlen helfen
Zahlen ersetzen kein Gespräch. Aber sie zeigen, dass es nicht um Einzelfälle geht, und sie helfen, wenn du mit deinem Kind oder mit anderen Eltern darüber sprichst. Alle Zahlen stammen aus Schweizer Studien oder aus der Polizeilichen Kriminalstatistik, je mit Jahr und Link zur Quelle.
Kinder in der Primarschule
- 20 % der 6- bis 7-Jährigen haben ein eigenes Handy, bei den 12- bis 13-Jährigen sind es 79 %. Quelle: MIKE-Studie 2021, ZHAW. Mehr dazu: Das erste Smartphone
- Im Schnitt bekommen Kinder ihr erstes Handy mit 9,4 Jahren (Angaben der Eltern). Quelle: MIKE-Studie 2021, ZHAW. Mehr dazu: Alternativen zum Smartphone
- 16 % der Kinder mit eigenem Handy nutzen es jede oder fast jede Nacht, wenn sie eigentlich schlafen sollten. Quelle: MIKE-Studie 2021, ZHAW. Mehr dazu: Familienregeln aufstellen
- 15 % der Kinder in der 4. bis 6. Klasse wurden im Internet schon selbst beleidigt, 12 % aus einer Chatgruppe ausgeschlossen. Quelle: MIKE-Studie 2021, ZHAW. Mehr dazu: Klassenchat und Cybermobbing
Jugendliche von 12 bis 19 Jahren
- 99 % besitzen ein Smartphone. Sie nutzen es an einem Wochentag rund 3 Stunden, am Wochenende rund 4 Stunden (Median). Quelle: JAMES-Studie 2024, ZHAW. Mehr dazu: Vorbild sein und Suchtmechanismen erklären
- 32 % wurden in den letzten zwei Jahren online von Fremden mit unerwünschten sexuellen Absichten angesprochen, Mädchen 45 %, Jungen 20 %. Quelle: JAMES-Studie 2024, ZHAW. Mehr dazu: Cybergrooming und Sextortion
- 28 % der Jungen und 14 % der Mädchen wurden im Internet schon öffentlich beleidigt oder beschimpft. Quelle: JAMES-Studie 2024, ZHAW. Mehr dazu: Klassenchat und Cybermobbing
- 36 % schauen zumindest selten brutale oder gewalthaltige Videos. Quelle: JAMES-Studie 2024, ZHAW. Mehr dazu: Gewaltvideos, Kettenbriefe und Challenges
- 71 % haben schon KI-Tools wie ChatGPT genutzt. Quelle: JAMES-Studie 2024, ZHAW. Mehr dazu: Fake News, Deepfakes und KI-Chatbots
Jugendliche von 11 bis 15 Jahren
- Rund 7 % zeigen eine problematische Nutzung sozialer Netzwerke, rund 40 % haben erfolglos versucht, weniger Zeit darauf zu verbringen. Quelle: HBSC-Studie 2022, Sucht Schweiz. Mehr dazu: Vorbild sein und Suchtmechanismen erklären
Was bei der Polizei angezeigt wird
- 2742 Cyber-Sexualdelikte hat die Polizei 2025 registriert. Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, BFS. Mehr dazu: Cybergrooming und Sextortion
- Bei Sextortion war 2025 fast ein Drittel der Geschädigten minderjährig (31,5 %), neun von zehn waren männlich. Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, BFS. Mehr dazu: Wenn etwas passiert ist: Hilfe holen
So liest du die Zahlen
Die Studien befragen Kinder und Jugendliche selbst. Die Kriminalstatistik zählt nur, was der Polizei bekannt wird, die Dunkelziffer ist höher. Fachstellen, die Eltern und Schulen weiterhelfen, findest du im Thema Wenn etwas passiert ist: Hilfe holen.